Historie

Der Aussichtstempel auf dem Niederwald
 
Geschichte im 18. Jahrhundert:
Im 18. Jahrhundert, genauer im Jahr 1788, ließ Karl Maximilian Graf von Ostein einen Monopteros auf dem Niederwald über Rüdesheim am Rhein errichten, der Teil seines neu angelegten Parks wurde. Bereits damals begeisterten sich seine oft bedeutenden Gäste an dem grandiosen Ausblick in den Rheingau mit seinem beeindruckenden Fluss, - dem Rhein.
 
Geschichte im 19. Jahrhundert:
In der Blütezeit der Rheinromantik, im 19.Jahrhundert, wurde der Tempel zu einem herausragenden Symbol seiner Epoche durch die Reiseberichte und Briefe zahlreicher namhafter Dichter und Schriftsteller, Philosophen und Komponisten, Maler und Kunstschaffenden ihrer Zeit. Durch ihre Werke fand der Tempel Eingang in die Weltliteratur.

Als Begegnungsstätte der Freunde Clemens Brentano und Achim von Arnim kommt dem Tempel eine Schlüsselrolle in der Entfaltung der Romantik zu.

 
Geschichte im 20. Jahrhundert:
Bei einem schweren Luftangriff gegen Ende des 2.Weltkrieges, im November 1944, wurde auch der Niederwaldtempel zerstört. Über die folgenden Jahrzehnte war nur noch eine runde verwüstete Plattform mit Stümpfen der Säulen zu sehen.
 
Geschichte im 21. Jahrhundert:
Durch die Initiative einiger Rüdesheimer Bürgerinnen und Bürger, die den schönen Niederwaldtempel noch aus Kinderzeiten kannten, wurde im Jahr 2003 der “Förderverein Wiederaufbau Niederwaldtempel e.V.” gegründet. Etwa 100 Mitglieder, die ebenfalls Begeisterung für das Projekt und das Engagement der Gründer zeigten, konnten bereits an Pfingsten 2006 die Einweihung  des wieder erstandenen Tempels öffentlich feiern.